Praxis für körperorientierte Psychotherapie Traumatherapie SE Osteopathie
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Osteopathie

 

 

Was ist Osteopathie, wie wird osteopathisch behandelt, Ziel der Osteopathie ?

 

Die drei Prinzipien der Osteopathie

 

Osteopathisches Behandlungs"setting"

 

Grenzen der osteopathischen Behandlung

 

Behandlungsdauer und Behandlungsabstand

 

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Zusätzliche Infos für Interessierte:

 

Geschichtliche Zuordnung

 

Berufsbild Osteopathie in Deutschland

 

Krankenkasse und Osteopathie

 

 

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Was ist Osteopathie, wie wird osteopathisch behandelt, Ziel der Osteopathie?

 

Unter Osteopathie in Europa versteht man eine funktionelle und energetische Heilkunde, bei der die OsteopathIn den Körper der PatientIn mit Ihren Händen untersucht und behandelt.

Erspürte Restriktionen, Dysfunktionen und Ungleichgewichte werden oft mit ausgesprochen sanften bis auch mitunter kräftigen manuellen Techniken gelöst und ausreguliert.

 

Die heutige europäische manuelle Osteopathie beinhaltet die drei unterscheidbaren Bereiche, in denen in dieser Weise untersucht und behandelt wird:

- Parietale Osteopathie (das muskuloskelettale und Faszien System)

- Cranielle Osteopathie (das craniale System; siehe auch unter Tab "Cranio Sacrale Therapie";

                                                unter Craniosacrales System")

- Viszerale Osteopathie (die innere Organe in ihren Faszienhüllen und - bezügen)

 

Jeder Bereich, jeder Anteil oder jedes System des Körpers ( z.B. Bauchraum, aber auch jedes einzelne Organ, Cranium usw.) hat seine eigenen Bedingungen von,

- spezifischer Beweglichkeit

- spezifischer Bewegung

- Elastizität

- Versorgung

- genügendem Raum

- Zusammenspiel

um seine Funktionen gut ausüben zu können.  

Wenn dies durch äußere oder innere Ursachen ausgelöst (z.B. Sturz, Unfall, Infektion usw.), nicht ausreichend zur Verfügung steht,

entstehen Spannungen, Blockierungen, auch Dysfunktionen und Restriktionen genannt,  

die sich dann als Symptome, (wie Schmerz, Steifigkeit, Funktionsstörungen, Reizzustände,  Minderdurchblutung, Belastungserkrankungen usw.), zeigen können.  

Doch je mehr sich der Körper, die Bereiche und Systeme wieder in einem ausgewogerem Zusammenspiel bewegen, atmen, funktionieren können,

desto kraftvoller können auch seine Selbstheilungskräfte wirksam werden.

 

So ist das Ziel neben und durch eine direkte Restriktions- und Dysfunktionslösende osteopathische Behandlung, dem Körper allgemein wieder bessere Bedingungen für seine Selbstheilungsfähigkeit zu ermöglichen, die ihn in sein lebendiges, flexibles Gleichgewicht zurückführen kann.

Dieser Selbstheilungsaspekt, selbstheilende „Nacharbeit“ des Körpers, braucht Zeit.

Darum sollte ein ausreichender zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen eingehalten werden. 

 

 

Die drei Prinzipien der Osteopathie

 

Eine osteopathische Behandlung basiert auf folgenden Prinzipien bzw. Sichtweisen:

- die sich gegenseitig bestimmende und beeinflussende Einheit von Körper, Geist und Seele

- der Gewissheit von, in uns allen wirksamen, Selbstheilungskräften

- der Erfahrung „ Die Struktur lenkt die Funktion - und - die Funktion formt die Struktur“,

   Dr. Andrew Taylor Still   

 

Desweiteren war für Dr. A.T. Still u.a. folgende Prinzipien bedeutsam:

- Erkennen von Ursache und Wirkung, - und ausgerichtet auf Gesundheit die Ursache

  behandeln

- Voraussetzung einer guten Gesundung sind eine ausreichende funktionierende

  Beweglichkeit und Zusammenspiel aller Körperbereiche, um über ein harmonisches 

  Fließgleichgewicht, Homöostase der Blut- und Lymphflüssigkeit eine gute Gewebe- und eine

  gute Nervenversorgung zu ermöglichen.

 

   ...weiteres, siehe unten, unter "Geschichtliche Zuordnung"

 

 

Osteopathisches Behandlungs"setting"

 

Zunächst wird bei einem ersten Termin ein ausführlicheres Erstgespräch über Ihre Beschwerden und deren Entstehung sein.

Hierfür wäre es u.U. hilfreich, wenn Sie Ihre Befunde und Berichte aus der klinischen Diagnostik, Röntgenbilder, MRT Bilder usw. mitbringen könnten, sodass die OsteopathIn diese Befunde in Ihre Behandlung miteinbeziehen kann,

oder auch um die Wirksamkeit einer osteopathischen Behandlung einschätzen zu können.

 
Anschließend wird eine Erstuntersuchung erfolgen.

Diese findet im Stehen, Sitzen und im Liegen auf der Behandlungsliege statt.

Für eine bessere Beurteilung und um in tiefere Gewebeschichten tasten zu können ist eine leichte Bekleidung der PatientIn, meist in Unterwäsche, sinnvoll.

 

Bei der Erstuntersuchung zeigen sich mitunter eine Vielzahl von Dysfunktionen in verschiedenen Körperbereichen, die oftmals in ihrer Summe zu den Beschwerden und Symptomen führten. Bitte wundern Sie sich darum nicht, wenn Sie völlig "Beschwerden"fremde Fragen gestellt bekommen, wie z.B. bei Nackenproblemen über Ihre Verdauung.

Bei diesem ersten Termin erhalten sie auch eine erste kürzere Behandlung. Hierbei und bei den folgenden osteopathischen Behandlungen werden die verschiedenen Anteile der aufgespürten Dysfunktionen, Restriktionen und Ungleichgewichte in sinnvoller Reihenfolge behandelt.

 

Grenzen der osteopathischen Behandlung

 

Die Grenzen einer osteopathischen Behandlung liegen, wie bei einer rein Cranio Sacralen Therapie, bei irreversiblen strukturellen Veränderungen, (wie z.B. bei Knorpelabrieb von Gelenken, usw.). Diese lassen sich nicht wieder aufheben.

Jedoch kann in vielen Fällen eine vorübergehende Verbesserung und Linderung der Beschwerden erreicht werden.

Bei bestimmten Erkrankungen kann und darf keine osteopathische Behandlung angewendet werden, (wie z.B. bei akuten Infekten usw.).

 

 

Behandlungsdauer und Behandlungsabstand

 

Je nach Art und Dauer der Beschwerden und Symptome sind erfahrungsgemäß

ca. 4 Behandlungen á 50 - 60 Minuten erforderlich, um in eine stabilere, gesundere Situation kommen zu können, - zumindest sollte sich nach spätestens 4 Behandlungen spürbar eine Besserungstendenz abzeichnen.

Für eine ausreichende Selbstheilungs-„Nacharbeit“ des Körpers ist  i.d. Regel zwischen den einzelnen Behandlungen ein Abstand von mindestens 2 - 3 Wochen angeraten.

 

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Zusätzliche Infos für Interessierte:

 

Geschichtliche Zuordnung

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Arzt

Dr. Andrew Taylor Still , (*1828 - † 1917), nach intensiven Anatomiestudien und Studien unterschiedlicher Geist- und Heilmethoden seiner Zeit eine neue Sicht- und Umgangsweise mit Krankheit und Gesundungsbedingungen.

Sein Haltung war suchend, neugierig und pragmatisch. Er ließ Methoden erst dann gelten, wenn sie inhaltlich folgerichtig und praktisch wirksam waren.

Durch seine Forschungen sah er den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele, der alle Möglichkeiten von Heilung in sich trägt.
Als Voraussetzung einer guten Gesundung erkannte er eine ausreichend funktionierende Beweglichkeit und das Zusammenspiel aller Körperbereiche. Insbesondere sah er auch die Wichtigkeit des harmonischen Fließgleichgewichts, Homöostase der Blut- und Lymphflüssigkeit, für eine gute Gewebe- und eine gute Nervenversorgung. 

So behandelte er zu den chirugischen  und medikamentösen Möglichkeiten als Arzt, schwerpunktmäßig seine Patienten über das  Aufspüren und Behandeln mit seinen Händen, mit dem Ziel eine verbesserte innere Beweglichkeit in den Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenken und Geweben zu erreichen.

Dann überließ er den Körper seiner Heilung sich selbst.
1874 stellte er die osteopathische Behandlungsweise der medizinischen Öffentlichkeit in Amerika vor.

1892 gründete er in Missouri, USA, die American School of Osteopathy.

Dr. Andrew Taylor Still war der Begründer der Osteopathie, insbesondere der parietalen Osteopathie, sowie bis heute grundlegend für die ethische Ausrichtung und threrapeutischen Ansätze der Osteopathie.

 

Anfang des 20ten Jahrhunderts gelangte die Osteopathie über Dr. Stills Schüler, Dr. John Martin Littlejohn, (* 1867 - † 1947),  nach Europa, - zunächst nach England.

Die Osteopathie erfuhr viele Erweiterungen durch verschiedene Osteopathen.
Dr. William Garner Sutherland, (* 1873 - † 1954 ), ein Schüler von Dr. Still, beschäftigte sich jahrelang mit der Anatomie und Funktionweise des Schädels, entdeckte das Phänomen des primären Respirationsrhythmus, später Cranio Sacraler Rhythmus genannt,  und dessen Bewegungsausdruck in den Strukturen des Schädels und im Körper. Daraus  entwickelte er die Osteopathie im kraniellen Bereich.
Die französischen Osteopathen
Jean-Pierre Barral und Jacques Weischenck entdeckten und entwickelten in den 1980er Jahren wie innere Organe in ihren Faszienhüllen und -bezügen untersucht und behandelt werden können, und erweiterten damit die Osteopathie im viszeralen Bereich.

 

Im heutigen Amerika sind OsteopathInnen mittlerweile ÄrztInnen gleichgestellt. Doch ähnelt die universitär gelehrte Osteopathie in Amerika kaum der europäischen Osteopathie.

Nach einem universitären medizinischen Osteopathiestudium sind amerikanische OsteopathInnen hauptsächlich chirurgisch, orthopädisch und in Medikamentenlehre ausgebildet und nur noch zusätzlich parietal osteopathisch, d.h. chiropraktisch.

 

In Europa entwickelte sich die Osteopathie anders.

Bis heute wird sie als nur rein manuelle Behandlungsform gelehrt und praktiziert und dies in nahezu allen europäischen Ländern.

Die heutige europäische manuelle Osteopathie beinhaltet die drei unterscheidbaren Bereiche, in denen untersucht und behandelt wird:

- Parietale Osteopathie

- Cranielle Osteopathie

- Viszerale Osteopathie

 

 

Berufsbild Osteopathie in Deutschland

 

In Deutschland wird Osteopathie als eine mehrjährige, berufsbegleitende Weiterbildung, für eine Anerkennung mit mindestens 1350 Ausbildungsstunden, zu den Grundberufen ÄrztIn oder HeilpraktikerIn angeboten.

Die meisten Osteopathieschulen bezeichnen diese Weiterbildung  jedoch als ein Studium und die SchülerInnen als Studierende. Die Begriffe wie D.O., B.Sc., M.Sc., die als Titel auftauchen, weisen auf gewisse schulbezogene wissenschaftliche Leistungen hin, die von postgraduated OsteopathInnen erbracht wurden.

Diesen Titeln aber fehlt eine rechtliche oder akademische Anerkennung, da die Osteopathie in Deutschland definitiv nur als Weiterbildung gilt.

Auch PhysiotherapeutInnen können an dieser Weiterbildung teilnehmen, sind aber nicht ausübungsberechtigt.

 

Krankenkassen und Osteopathie

 

Bei verschiedenen gesetzlichen und privaten Krankenkassen findet die Weiterbildung Osteopathie Anerkennung.

Wenn von TherapeutInnen ein Zertifikat als OsteopathIn oder eine Vollmitgliedschaft zu einem anerkannten Osteopathieverband, - der eine osteopathische Ausbildung mit der Mindeststundenzahl voraussetzt -, vorliegt,

können PatientInnen, bei Vorlage einer Rechnung von einer zertifizierten OsteopathIn, Ihre Behandlungszahlungen, je nach Krankenkasse, teilweise rückvergütet bekommen. 

 

 

    ...siehe auch unter Tab "Konditionen"

Behandlungsangebot

Traumatherapie SE ®  -          Körperorientierte Psychotherapie

Osteopathie (zertif.)

Cranio Sacrale Therapie

 

u.a.

 

 

Standort:

ImpulsePraxis- und Seminarhaus

Gasstrasse 5

24340 Eckernförde

 

und

 

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Siemers'scher Hof

Bergstedter Markt 1

22395 Hamburg

 

 

Terminvergabe nur nach telefonischer oder schriftlicher Absprache.

 

 

 

 

 

Kontakt:

 

Telefon:  04354 99 676 27

                   (aktuelle Info siehe Kontakt)

Mobil:     0151 70 151 444

oder

über das: Kontaktformular

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